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David gegen Goliath: l Bank of Scotland muss Filiale umbauen
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Autor:  Frank [ Di 24 Nov, 2009 19:09 ]
Betreff des Beitrags:  David gegen Goliath: l Bank of Scotland muss Filiale umbauen

David gegen Goliath: Royal Bank of Scotland muss Filiale umbauen

Der Fall erinnert an die Geschichte von David gegen Goliath: Der 18-jährige Rollstuhlfahrer David Allan aus Sheffield hat eine der größten britischen Banken verklagt, weil die Filiale in seinem Heimatort für ihn nicht zugänglich ist.


Der Fall erinnert an die Geschichte von David gegen Goliath: Der 18-jährige Rollstuhlfahrer David Allan aus Sheffield hat eine der größten britischen Banken verklagt, weil die Filiale in seinem Heimatort für ihn nicht zugänglich ist.

Ein britisches Gericht bestätigte nun auch in zweiter Instanz, dass die Bank die Filiale für rund 200.000 Pfund (etwa 220.000 Euro) umbauen muss, obwohl das Gebäude unter Denkmalschutz steht.

Drei Richter haben entschieden, dass die Bank den Bedürfnissen des 18-jährigen Studenten nicht nachgekommen sei und ihm zusätzlich einen Schadenersatz von 6500 Pfund (etwa 7200 Euro) zugesprochen. Außerdem muss die Bank seine Anwaltskosten ersetzen sowie die Kosten des Verfahrens tragen. (siehe auch)

David Allan hat Muskeldystrophie und ist deshalb in einem Elektrorollstuhl unterwegs. Seit seinem 10. Geburtstag hat er ein Konto bei der Bank. Damals konnte er noch laufen.

Das Verfahren gilt als Testfall, wie weit das britische Antidiskriminierungsgesetz (Disability Discrimination Act) greift. Im Gesetz ist vorgeschrieben, dass Geschäfte und Serviceanbieter angemessene Anpassungen ("reasonable adjustments") vornehmen müssen, um die Bedürfnisse ihrer behinderten Kunden zu berücksichtigen.

Die Bank hatte im Verfahren darauf verwiesen, dass David Allan eine weiter entfernte Filiale sowie Telefon- und Internetbanking nutzen könne. Der Student aber bestand darauf, auch die Dienstleistungen der Filiale nutzen zu können. Das ist umso verständlicher, wenn man weiß, dass beispielsweise Schecks noch gängiges Zahlungsmittel in Großbritannien sind, die in der Filiale eingezahlt werden müssen. Das Gericht hat ein Berufungsverfahren ausgeschlossen.

Das Urteil ist somit bindend und wird wohl Einfluss auf andere Banken und Geschäftsbereiche in Großbritannien haben.

quelle

Autor:  Sonnschein [ Di 24 Nov, 2009 23:51 ]
Betreff des Beitrags: 

na das find ich dochmal gut.

Deutschland ist einfach behindertenfeindlich. Obwohl sich schon sehr viel getan hat, aber eben zuwenig, überall lauern Barieren um alles was du benötigst muss du kämpfen, na ja.

Wenn ich da an die USA denke...oh man, davon kann man hier nur träumen.

Autor:  baerchen [ Do 26 Nov, 2009 20:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Super, dass er damit durchgekommen ist und die Richter endlich mal richtig entschieden haben!

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